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maalzaan

Ein ärmlich gekleideter Fischer döste am Hafen einer etwas abgelegenen Bucht, als ein Tourist, ein Manager, ihn mit einem klickenden Fotoapparat weckte.

„So ein hervorragendes Wetter zum Angeln“, sprach der Manager ihn an, „was machst Du hier am Strand, Du könntest heute unzählige Fische fangen. Warum bist Du so faul?“.

„Ich war in den frühen Morgenstunden schon draußen und habe so viel gefangen, dass es für die nächsten Tage reicht“, antwortete der Fischer nach einer Weile.

„Ja, aber stell’ Dir vor, Du gibst jetzt richtig Gas, fährst drei- oder viermal täglich raus und den Gewinn investierst Du in weitere Boote und in Angestellte. Du könntest sogar das Ausland beliefern. Keine zehn, fünfzehn Jahre später verkaufst Du das Unternehmen und bist reich. Dann kannst Du und am Strand liegen und dösen.“

„Am Strand liegen und dösen … das tue ich doch jetzt schon“, so der Fischer.

Die Überheblichkeit des Managers wich Neid und Scham und er zog davon.

Heinrich Bölls Geschichte vom Fischer und dem Manager
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